Seemannsgarn



Hier ist eine Sammlung der besten, wichtigsten, wahnsinnigsten und (un)glaubwürdigsten Geschichten der Kabgo Crew!


Das erste Gefecht der "Notfors Ale"

Die besonderen Umstände der Beschaffung der Notfors Ale führte dazu, dass die spanische Krone die Korvette Santiago in die Gegend schickte um die Kabongo Crew aufzuspüren und ihrer Gerechtigkeit zuzuführen. 

Es war auch nicht wirklich verwunderlich, dass der spanische Kommandant die Notfors Ale leicht aufspüren konnte. Da der Delitantismus an Bord der Ale offenkundig war und ein unbeschädigtes Schiff mehr Geld für ihn bedeutete als ein beschädigtes befahl er die Notfors Ale ohne Kannonengefecht zu entern.

Die Besatzung der Notfors Ale versuchten nun mit all ihren Mitteln ihrem Schiksal zu entkommen. Die wenigen intakten Kanonen wurden besetzt, wobei sich leider heraus stellte, dass in den Schießpulverfässern nur Rum gelagert war. 

Auf der Suche nach einem Faß mit richtigem Pulver wurde das ganze Kabelgatt auf dem Kopf gestellt. Bei dieser Gelegenheit stellte McBooze verwundert fest, dass man den Schlüssel zum Gatt auch abziehen konnte. Seit dem verwahrt er den Schlüssel und lässt die anderen nur auf ärztliche Verordnung an den Rum. 

Es wurde schließlich dann doch noch ein Fass mit Schwarzpulver beim Smutje Ejtums gefunden. Nach viel Fummelei und etwas Glück konnten die Kanoniere dann einen erfolgreichen Schuss auf die Santiago abfeuern. 

Die inzwischen zum entern längsseits gekommene Crew der Santiago riss vor Entsetzen die Augen auf. Denn dadurch das sämtliches Löschwasser auf der Notfors Ale ebenfalls durch Rum ersetzt worden war nahm die Katastrophe ihren lauf. 

Beim vorangegangenen auswaschen der abgefeuerten Kannone entzündete ein glühender Pulverrückstand das Luft-Rum-Gemisch und es kam zu einer riesigen Verpuffung, welche eine enorme Stichflamme erzeugten. Die Segel und Takelage der Santiago fingen sofort Feuer und die Spanier schrieen um ihr Leben.

Wärend die Notfors Ale bereits Siegestrunken davon segelte, breitete sich das Feuer auf der Santiago immer weiter aus. Als die Flammen dann das Pulvermagazin erreichten, verstreute eine gewaltige Explosion das Schiff in alle Himmelsrichtungen. 

Der Arme Matrose der Ale, der gerade die Kannone bediente hatte seither oberhalb seiner Brustwarzen keinen Haarwuchs mehr.

Nach der Schlacht stand Allan McBooze an Deck der Notfors Ale und hilt das einzig intakte Pulverfaß in den Händen. Nachdenklich und traurig sagte er zu sich selbst: "Da hätte ja der 10jährige noch reingepasst".