Achaius


Der alte Skalde saß still auf dem großen Stein und blickt auf die Siedlung herunter die noch in den morgendlichen Nebel gehüllt vor ihm lag. Wie viel hat er hier schon erlebt in seinen 64 Wintern? Er hat etliche Chiefs kommen und gehen gesehen!

Unzählige Abende verbrachte er in der Clanhalle, wo er die ein oder andere Geschichte erzählt hatte. Geschichten über die Götter, wie sie die Welt vor dem Untergang retten, oder über Helden die mit ihrem Mut und Geschick Caledonia formten und zu dem machten was es heute ist. 

Doch am liebsten erzählte er von den kleinen Dingen im Leben. Von dem was er mit seiner Sippe, den Achaius, erlebt hatte. Wie er sich in Calmaness und in die umliegende Gegend verliebte. Ja er war immer stolz auf seine Sippe und deren Vergangenheit.

Auf die Wildpferde die im Osten von Calmanes auf den weitläufigen Wiesen leben und nach der Legende um Ahean zum Zeichen der Sippe wurden. Auf die großen Ländereien die sich von der Mündung des Abhainn Tearlach an der Küste bis über den alten Steinkreis hinweg ziehen und an der Grenze von Daracha bis hin zu den großen Wäldern der Ngetal im Nordwesten gehen. 

Wenn er mit seinem Vater jagen war. Sind sie oft den Bach entlanggelaufen der Loch Beag speist und an der Grenze zu Daracha entspringt. Dieser kleine Bach der schon immer die Grenze zwischen den Achaius und den Ngetal markierte.

Die Sippe konnte immer stolz sein auf das was sie erreicht hatte. Ihre Ahnen waren es die den Anstoß gaben, dass die Sippen Caledonias sich zusammenschlossen. Seit dem ersten Tag des Clanzusammenschlusses Stellten sie den ehrwürdigen Sitz für den Chief. Ja, Calmaness kann sich zurecht das Herz von Caledonia nennen!

Schon lange vor der Entstehung des Clans lockte Calmaness Handwerker, Bauern und Händler an die auf dem großen Markt ihre Waren feilboten. Die Händler die von weit her über das Meer segelten legten am kleinen Harfen an um die beste Wolle und den legendären Ischke zu erstehen.

Die Sippe war schon immer offen für Gäste und stets bemüht den Frieden in Caledonia zu wahren. Nicht zuletzt weil in Friedenszeiten der Handel florierte der die Sippe zu gutem Wohlstand verhalf. 

So klein der Halfen auch sein mochte, es verging im Sommer nicht eine Woche wo nicht mindesten vier Handelsschiffe antäuten. Es war faszinierend zu sehen was dieses kleines Stück flache Küste umringt von hohen Steilküsten, wie dem Rest der Caledonischen Küste, doch für ein kostbares Gut hervorgebracht hatte. 

Damals als Clennen, ein bedeutender Ahne der Sippe, seine Idee vorbrachte einen Hafen für Caledonia zu bauen, wurde er noch belächelt. Doch damals hätte niemand gedacht das dieser Hafen Calmaness und die Sippe der Achaius so Prägen würde.

Es war der Beginn des Aufstiegs der bis heute andauern sollte!