Heilige Orte


Religiöse Bräuche und Rituale finden im privaten wie auch öffentlichen Rahmen statt. Dabei werden die entsprechenden Handlungen vor allem im Freien abgehalten. Die Sitte Tempel zu errichten findet man nicht. Denn man glaubt, dass umgeben von Wänden und Dächern, die Götter die Bitten nicht erhören können. Ausnahme sind häusliche Riten, die von jeder Familie in ihrem Kreise abgehalten werden und zumeist dem Schutz von Heim und Herd dienen.


Im Umkreis der größeren und kleinen Siedlungen finden sich zahlreiche Heiligtümer, an denen bestimmte religiöse Handlungen durch Priesterinnen und Druiden, aber auch die Bevölkerung selbst durchgeführt werden. Dabei handelt es sich vor allem um Haine und Quellen, aber auch bestimmte Bäume und Sträucher sowie andere Ortschaften, die aufgrund ihrer Nähe zu den Göttern oder anderer Charakteristika als heilig betrachtet werden. An ihnen, so glaubt man, sind die Augen und Ohren der Götter besonders weit geöffnet und die Darbringung von Opfergaben aufgrund dessen sinnvoll.


Große Rituale und Festlichkeiten, die unter Teilnahme oder Ausschluss der Bevölkerung vollzogen werden, finden an besonders heiligen Orten statt. Im Clangebiet der McCregger zeichnet sich als solcher ein Steinkreis, gelegen auf einem Hügel, aus. Dabei ist es der gemeinen Bevölkerung untersagt, während der Zeremonien das Innere des Monuments zu betreten.

 

Obgleich dies sonst durchaus erlaubt ist, ist jedoch festzustellen, dass die meisten diesen Ort meiden. Nur Personen, die in sich eine besondere Bindung an die Götter tragen (dies muss keine Ausbildung als Priesterin oder Druide voraussetzen), scheinen sich dort gern aufzuhalten.

 

Der wohl bekannteste und größte heilige Ort ist die Insel "Diagach", welche sich inmitten des großen See´s "Loch Mor) von Caledonia befindet. Diesen Ort dürfen nur jene betreten welche als Bindeglied zu den Göttern fungieren.